Der Schuppen in Bartelsdorf wurde im Januar 2004 größtenteils von Christian Gerken und Tiedi gebaut. Die Idee dazu kam am 24.12.2003, als Werner Tiedemann einen Schwank aus seiner Jugend erzählte und bemängelte, dass die heutige Jugend ja garkeinen Schuppen hat. Im Glauben, dass wir sowas bestimmt nicht organisieren könnten, bot er also eine Ecke der Scheune an um einen Schuppen zu errichten. Am 25.12.2003 fanden sich dann in Ostervesede auf dem Weihnachtsball auf anhieb 10 Leute, die mitmachen wollten. Jeder zahlte 25€ um die Baumaterialien zu finanzieren.
Mit den gesammelten 250€ fuhren die beiden Gründerväter des Projekts Anfang Januar zum Marktkauf-Baumarkt im Wümmepark Rotenburg und besorgten erste Materialien. Das meiste, das bis heute im Schuppen verbaut ist, kommt aus Spenden. Allen voran ist hier Heinrich "Billy" Heidtmann zu erwähnen, der mit seinem Holz einen Großteil der Theke und der Dachkonstruktion sponsorte. Immer wieder fanden sich mal hier ein Balken, mal dort ein paar Latten, die irgendwo übrig geblieben waren. Gekauft wurden lediglich Sachen im Wert von 350€, da sich beim Bau schon mehr Leute angeschlossen hatten. Helfer beim Bau waren
Nachdem die Ecke der Scheune von Gerümpel befreit worden war, wurde zunächst der Betonboden begutachtet. Klar war, dass dieser zu viel
Kälte abgiebt und völlig uneben war. Ein neuer Betonboden hätte hunderte Euro gekostet und den Rahmen gesprengt. Somit wurde zunächst
eine Unterkonsturktion aus Holzbalken und Dachlatten angefertigt, auf der dann ein alter Boden aus einem Discozelt verschraubt wurde.
An der tiefsten Stelle ist der alte Betonboden gut 70cm unter dem Holzboden!
Auf den Boden aufgesetzt wurden die Wände. Eine Wand konnte komplett aus alten Holzresten erstellt werden und
so sieht sie auch bis heute aus. Einige Risse und abgebröckelter Putz zieren die Wand aber das ergänzt den Schuppen-Style
ganz ausgezeichnet! Die zweite neu zu errichtende Wand wurde im Trockenbauverfahren gebaut. Also aus Rigipsplatten, die
verspachtelt wurden. Die Montage der tragenden Dachlattenkonsruktion durch Christian Gekren ist hier zu sehen.
Das Dach besteht aus, wie sollte es anders sein, einer Dachlattenkonstruktion. Aus finanziellen Gründen, wurden einige Dachlatten
selbst erstellt. Per Kreissäge wurden einige Eichenbohlen von "Billy" zersägt und halten nun das Dach des Schuppens!
Für mehr Stabilität wurden die Latten hochkant auf den Balkenkranz aufgesetzt. Die Optik des Daches gibt dem Schuppen
einen wirklich warmen Gesamteindruck. Holzoptik macht eben mehr her! Das das Dach mit Paneelen bestückt wurde und
nicht mit Rigipsplatten hat aber lediglich den Grund gehabt, dass es einfach günstiger war. Man müsste sich den Schuppen heute mal
mit einer Decke aus Rigipsplatten in weiß bestrichen vorstellen... Gruselig!
Die Theke besteht aus alten Ytong Steinen von Werner Tiedemann und Heinz Friedrich. Gemauert von Dennis Friedrich.
Die Steine wurden von vorne verputzt und in Wandfarbe gestrichen. Als Thekenfläche wurde eine Eichenbohle von "Billy"
zugeschnitten, geschliffen und lackiert. Zwei Hocker waren bei Gastwirt Gerken aus Wohlsdorf übrig.
Später wurde eine Ablagefläche über der Theke montiert auf der heute Gläser, Kickerzubehör und die komplette
Musikanlage untergebracht sind.
Schon damals sahen die Schuppenplaner die Klimakathastrophe voraus und setzten auf hochmoderne Dämmstoffe! 4cm dickes Styropor
und eine Plastikplane, dämmen das Schuppeninnere auf angenehme Temperaturen. An der Außenwand zur Straße wurde die
Folie an die vorhandene Holzfassade getackert und Styroporplatten für die Hohlräume zugeschnitten.
Luftdicht versiegelt mit einem weiteren Schuppen-Allzweck-Baumaterial:
Silikon! Nach sechs Monaten wurde dann ein Lüfter in die Wand eingebaut, da es auf 25 Quadratmetern mit 20 Leuten über fünf Stunden schonmal
recht warm werden kann! Somit ist der Schuppen heute sogar klimatisiert! Neuste Technik eben!
Hier ist nochmal der Schuppen aus der Scheune heraus aufgenommen zu sehen. Ordentlich gedämmt mit 2,5 x 2,5 Meter Planen.
Teppich rein und ab geht's! Nachdem die Wände gestrichen, die Tür eingesetzt und einmal ausgefegt war, konnte nach fünf Wochen
Bauzeit am 7. Februar 2004 der rote Teppich ausgerollt werden. Die Eröffnungsparty war als Buddelparty angesetzt
um dem, in der Wand montierten, Kühlschrank eine Aufgabe zu verleihen! Insgesamt steckten bis zu diesem Zeitpunkt ca.
500 Arbeitsstunden im Projekt Schuppen! Erst jetzt erzählte Christian Gerken, dass er nach drei Wochen überlegt hatte
das Ganze abzubrechen. Im Nachhinein war ihm natürlich klar, dass er sich richtig entschieden hatte!
Dies sind die Fotos einer noch unbenutzten Partykulthütte! Aufnahme am 07.02.04 um 19:30 Uhr kurz vor der großen Einweihungsparty,
zu der es sogar Flyer gab!
Dies war der Eingang der Version 1.0 des Schuppen in Bartelsdorf! Unschwer zu erkennen, dass es den heute ordentlichen
Eingangsbereich noch nicht gab. Man Stand nach betreten der Scheune in einem kleinen Raum, der aus einer verpfuschten
Holzkonsturktion und einer Transparenten Plane bestand. So konnten die Raucher damals noch in der Scheune zum Rauchen gehen!
Später als es dies nicht mehr möglich war, gab es immer wieder Streitigkeiten mit den Nachbarn. Aber auch dies hat sich
mittlerweile erledigt.
In 2005 wurde dann der Eingangsbereich gebaut. Größter Vorteil war ein Regal, in dem sämtliches Leergut aufbewahrt werden kann und
um endlich eine saubere Abtrennung zwischen Scheune und Schuppen zu haben. Von den erzielten Einnahmen aus den Mitgliedsbeiträgen
von 10€ pro Person wurde ein 90kg schwerer Kickertisch angeschafft, der bei größeren Partys immer wieder rausgetragen werden muss
um eine Biertischgarnitur zu weichen. Auch der rote Teppich musste nach der mittlerweile eingebürgerten Osterfeuerparty einem neuen
blauen Teppich weichen.
In 2006 war der Schuppen zeitweise ausgeknippst. Nichts mehr los! Schuld war das Zahlungssystem! Jedes Mitglied zahle pro Monat,
den es mindestens einen Abend anwesend war 10€ in die Kasse. Nicht Mitglieder zahlten 5€ pro Abend. Vom Geld wurde Bier und Mix gekauft.
Da die Leute nicht mehr jedes Wochenende kamen, war es einigen dann zu teuer für z.B. einen Abend 10€ zu zahlen. Es wurde dann
über Monate nach Alternativen gesucht und gefunden wurde bis heute keine. Jeder schmeißt eben soviel Geld in die Kasse
wie er meint zahlen zu müssen, lautet der neue Spruch. Und das funktioniert seither äußerst gut und ist eben wesentlich zwangloser.
Das Minus in diesem System ist, dass einige Leute deutlich zuviel zahlen und andere garnichts. Zwar gleicht es sich so für den Schuppen aus,
gerecht ist es trotzdem nicht.
Außerdem wurden einige Lichterketten, eine neue Musikanlage, die Bilderrahmen an der Wand zur Straße
sowie die Ablagefläche über der
Theke eingebaut. 2007 kamen mehr Spielerei und Lichteffekte. Eine
neue Satelietenschüssel an der Scheune und neue Deko an die Wände.
2008 wurde eine Discokugel und neue Sofas von Julian Rasch in den Schuppen gebracht. Wirkliche Neuerungen sind
mittlerweile nun auszuschließen, weil das Projekt am Optimum angekommen ist und zumindest mir die Energie und vor allem
der Antrieb fehlt um noch große Dinge hinzuzufügen. Es wird sich zeigen, wie lange die Scheune noch stehen kann.
Schade wäre es allemal die wohl zweitbeste Partyburg der Bartelsdorfer Geschichte zu verlieren!